Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wünschen sich viele Paare eine Verhütung, die dauerhaft zuverlässig ist und im Alltag keine weitere Organisation benötigt. Die Sterilisation des Mannes kann in diesen Fällen eine sinnvolle Option sein. Gemeint ist dabei in der Regel die Vasektomie, bei der die Samenleiter durchtrennt werden. Der Eingriff betrifft ausschließlich die Fruchtbarkeit, nicht die Männlichkeit oder Sexualität. Dieser Beitrag erklärt, was das genau bedeutet und warum die No-Scalpel-Vasektomie heute als schonende Methode für die dauerhafte Empfängnisverhütung gilt.
Sterilisation: Was ist damit gemeint?
Eine Sterilisation ist ein medizinischer Eingriff, der eine Schwangerschaft dauerhaft verhindert. Sie kommt grundsätzlich bei Frauen und Männern infrage, unterscheidet sich aber je nach Geschlecht deutlich in der Durchführung.
Bei Frauen wird bei der Sterilisation der Transportweg der Eizelle unterbrochen. Dafür werden die Eileiter verschlossen, verödet, durchtrennt oder teilweise entfernt. Nach dem Eisprung kann die Eizelle den Eileiter nicht mehr regulär passieren. Gleichzeitig können Spermien die Eizelle nicht mehr im Eileiter erreichen, wo eine Befruchtung normalerweise stattfindet. Die Eierstöcke bleiben dabei in der Regel erhalten und produzieren weiterhin Hormone. Zyklus, Lustempfinden und Orgasmusfähigkeit verändern sich durch die Sterilisation meist nicht.
Beim Mann setzt die Sterilisation an den Samenleitern an. Diese werden im Rahmen einer Vasektomie durchtrennt. Die Hoden bilden dann zwar weiterhin Spermien, doch sie gelangen nicht mehr in die Samenflüssigkeit und können beim Samenerguss nicht mehr nach außen transportiert werden. Der Körper baut die Spermien dann eigenständig ab. Hoden, Testosteronproduktion, Erektion, Orgasmus und Samenerguss bleiben grundsätzlich erhalten. Verändert wird nur, dass das Ejakulat nach erfolgreicher Kontrolle keine befruchtungsfähigen Spermien mehr enthält.
Die Intention beider Verfahren ist gleich. Der medizinische Ansatz unterscheidet sich jedoch – bei Frauen betrifft er die Eileiter, bei Männern die Samenleiter.
Sterilisation und Kastration: Wo liegt der Unterschied?
Die beiden Begriffe werden im Alltag manchmal synonym verwendet. Aus medizinischer Sicht bedeuten sie jedoch etwas völlig Unterschiedliches:
Bei der Sterilisation werden die Samenleiter unterbrochen. Die Hoden bleiben erhalten und produzieren weiterhin Testosteron.
In diesem Fall wird die Hodenfunktion ausgeschaltet: entweder operativ durch Entfernung eines oder beider Hoden (Orchiektomie) oder medikamentös durch eine Hormonentzugstherapie. Dadurch sinkt die Testosteronproduktion deutlich. Das kann Auswirkungen auf Libido, Erektionsfähigkeit, Muskelmasse, Knochendichte, Stimmung und weitere Körperfunktionen haben.
Medizinisch kann eine operative Entfernung des Hodens z. B. bei Hodenkrebs notwendig werden. Dabei geht es nicht um Verhütung, sondern um die Behandlung einer Erkrankung.
Kurz gesagt: Die Sterilisation des Mannes unterbricht nur den Transportweg der Spermien. Damit unterscheidet sie sich klar von der Kastration, bei der die Hodenfunktion ausgeschaltet wird und deutlich weiterreichende körperliche Veränderungen entstehen können.
Sterilisation des Mannes: Welche Vorteile hat die Vasektomie?
Die Durchtrennung der Samenleiter gilt mit einem Pearl Index von ca. 0,1 (zum Vergleich: 2 bis 12 beim Kondom) als eine der zuverlässigsten Verhütungsmethoden für den Mann.
Sie kommt vor allem infrage, wenn Ihre Familienplanung abgeschlossen ist und Sie keine (weitere) Schwangerschaft wünschen. Nach erfolgreicher Kontrolle ist die Verhütung dauerhaft geregelt, ohne dass Sie immer wieder daran denken müssen.
In unserem Zentrum für Vasektomie in Düsseldorf führen wir die Sterilisation des Mannes mit der No-Scalpel-Methode durch. Dabei eröffnen wir die Haut am Hodensack nicht klassisch mit dem Skalpell, sondern spreizen sie nur über eine sehr kleine Öffnung. Dadurch ist der Eingriff besonders gewebeschonend. Darüber hinaus ist er meist mit weniger Blutung, geringerer Narbenbildung sowie einer schnellen Erholung verbunden.
Weitere Vorteile der No-Scalpel-Vasektomie bei vasekto.one sind:
- keine hormonelle Belastung
- keine Auswirkung auf Testosteron, Erektion oder Lustempfinden
- kaum sichtbare Spuren
- Entlastung der Partnerin, wenn z. B. hormonelle Verhütung nicht gewünscht ist
- mehr Sicherheit in der gemeinsamen Familienplanung
Bitte bedenken: Die Sterilisation wirkt dauerhaft, aber nicht sofort
Unmittelbar nach der Vasektomie sind Sie noch nicht automatisch unfruchtbar. Der Eingriff verhindert zwar, dass neue Spermien aus den Hoden in die Samenflüssigkeit gelangen. In den ableitenden Samenwegen können sich jedoch noch Samenzellen befinden, die der Körper bereits vor der Operation gebildet hat. Diese werden erst mit den folgenden Samenergüssen nach und nach ausgeschieden.
Deshalb ist in den ersten Wochen nach der Sterilisation weiterhin zusätzliche Verhütung notwendig. Häufig orientiert man sich an etwa 20 Ejakulationen oder einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten. Anschließend kontrollieren wir das Ejakulat. Erst wenn in der Samenprobe keine Samenzellen mehr nachweisbar sind, gilt die Vasektomie als erfolgreich abgeschlossen.

Sterilisation des Mannes: Ihr erfahrenes Zentrum für Vasektomie in Düsseldorf
Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, kann die Sterilisation des Mannes eine dauerhafte und verlässliche Form der Verhütung bieten.
In unserem Zentrum für Vasektomie in Düsseldorf begleiten wir Sie diskret und erfahren von der ersten Beratung bis zur abschließenden Kontrolle der Samenprobe.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin, wenn Sie sich über diesen Eingriff informieren möchten. Gemeinsam klären wir, ob die Vasektomie für Ihre Lebenssituation die passende Entscheidung ist.
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